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Deutschsprachiger Wirtschaftsclub Banat

Zusammenfassung Clubtreffen Februar

15. Februar 2017

Arbeitsmarkt mit Personal aus Berufsschulen und aus der Diaspora
AHK-Präsident Dragoș Anastasiu besucht Wirtschaftsclub Banat

Die Konfrontation der Mentalitäten scheint das Kernthema bei den Projekten, die sich Dragoș Anastasiu auf die Fahne geschrieben hat. Er war in Premiere als Präsident der Rumänisch-Deutschen Außenhandelskammer AHK beim Mitgliedertreffen des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat in Temeswar zugegen. Anastasiu sprach vor allem über seine Tätigkeit in der Koalition für die Entwicklung Rumäniens und über das Projekt Repatriot.
Innerhalb der Koalition zur Entwicklung Rumäniens sitzen nun schon seit vier Jahren regelmäßig Unternehmer mit den Spitzen der Politik zusammen. Bei diesen Treffen hat er erkannt, dass sich multinationale Konzerne im Dialog mit der Politik eher bedeckt halten, die rumänischen Unternehmer hingegen alles schnell erledigen wollen. An dieser Stelle treffen Mentalitäten aufeinander, sagt Anastasiu. Er glaubt, Informationskampagnen über internationale Konzerne würden durchaus Sinn machen. Genauso wie Kampagnen zu Berufsschulen und duale Ausbildung für viele Unternehmerkategorien von Bedeutung sind. Auf drei Ebenen müsse man agieren, um Berufsschulen im Sinne der Wirtschaft zu gestalten. Firmen müssen überzeugt werden, in berufliche Ausbildung zu investieren, Eltern müssen verstehen, dass nicht jeder studieren kann und im Falle der Lehrkräfte habe man die Zurückhaltung zu überbrücken, die aufkommt, wenn immer mehr Fachpersonal aus den Betrieben statt Lehrer von Human-Fächern benötigt werden.
Eines der Projekte, an dem sich Dragoș Anastasiu beteiligt, ist das Unterfangen Repatriot. Es geht dabei um eine Informations- und Integrationsplattform, damit im Ausland lebende Rumänen ihr Heimatland erneut in ihre Rechnung für die kommenden Jahre aufnehmen. Etwa 3,5 Millionen Bürger, die irgendwann weggezogen sind, sollen innerhalb des Programms ermutigt werden, in Rumänien zu investieren. Im Ausland verdientes Geld, das Wissen, die Vernetzungen und die Mentalität der Bürger, die einige Zeit im Ausland gelebt haben, sei vor Ort gut zu gebrauchen.

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